Studienarbeiten
Im Rahmen meines Studiums der Kunst- und Kulturwissenschaft habe ich verschiedene wissenschaftliche Texte konzipiert und geschrieben. Die Auflistung gibt einen kurzen Überblick über das jeweilige Thema und dessen zentrale Fragestellung.
Die Arbeit "Totengedenken im Christentum: evangelische und katholische Totenbräuche im Vergleich" geht
auf die Beschäftigung mit dem Thema Tod innerhalb der evange- lischen und katholischen Religion ein. Im
Vergleich beider Glaubensgemeinschaften, die denselben Ursprung haben, ergeben sich jedoch verschiedene
Bräuche und Rituale im Umgang mit den Toten. Diese Formen des Totengedenkens, das nach Jan Assmann als
"Urform einer Kultur der Erinnerung" zu verstehen ist, werden im Hinblick auf kultur- theoretische Aspekte
betrachtet.
Im Rahmen des Seminars "Übungen vor Originalen im Neuen Museum Weserburg" bo- ten die Veranstalter den teilnehmenden
Studenten die Möglichkeit, den Abend der Lan- gen Nacht der Bremer Museen am 23. Juni 2001 in der Weserburg als eine Art
Kunstver- mittler mitzugestalten. Als Guide sollten sie Besucher betreuen, diese vor ein Kunstwerk ihrer Wahl führen oder
eine Diskussion über Kunst anregen. In der Ausarbeitung werden dazu die Vorbereitungen, der Verlauf, Vermittlungsstrategien und die Frage der Vermittelbarkeit
von Kunst näher beleuchtet.
Wenn die Architektur allgemein als konkreter Ausdruck von politischen und sozialen Vor-
stellungen einer bestimmten Zeit verstanden
werden kann, so lassen sich damit auch Rückschlüsse auf gesellschaftliche Verhältnisse ziehen. Die Siedlungsarchitektur im Deutschland
der Zwanziger Jahre führt uns dies vor Augen. Von unterschiedlichen und modernen, nicht selten jedoch utopischen Zielsetzungen und
Konzeptionen bestimmt, war diese Architektur vor allem eine städtebauliche Maßnahme in Großstädten und Me-
tropolen. Die Vorzüge und Probleme
der Siedlungsarchitektur werden am Beispiel der Hufeisensiedlung in Berlin Britz aufgezeigt.
"La gare du Saint Lazare" - Das bekannte Bild des französischen Malers Claude Monet stammt aus dem Jahre 1877 und ist nicht nur ein klassisches Beispiel für die impressionistische
Malweise, sondern
vor allem auch Teil seiner ersten Bilderserie, die Monet später zum Prinzip seiner Kunst machen sollte. Sowohl die ikonographischen Aspekte,
die für den Betrachter klar ersicht- lich sind, als auch die Kenntnis von Epoche und Symbolen der damals üblichen Bildspra- che (ikonologische Aspekte) werden in
der Bildinterpretation berücksichtigt
Im Zentrum dieser Ausarbeitung stehen die Bilder des romantischen Landschaftsmalers Caspar David Friedrich in Verknüpfung mit dem Gedanken des Erhabenen.
Dieser Ge- danke kristallisierte sich als Kontrast zum Begriff des Schönen im 18. Jahrhundert in Äs- thetik und Philosophie heraus. Die Begriffe des Schönen und Erhabenen
haben ihren Ur-
sprung in der Antike: Eine prägnante, moderne und bis in unsere Zeit hineinreichende Definition dieser Begriffe formulierte Immanuel Kant in seiner
"Kritik der Urteilskraft" (1790). Zur Entstehung des einzigartigen künstlerischen Stils Caspar David Friedrichs
tragen aber auch die politischen Veränderungen des ausgehenden 19.Jahrhunderts und die
Ideale und Werte der Romantiker bei, die bei den Betrachtungen einbezogen werden.
In der Gegenüberstellung beider Künstler, die in den Zwanziger Jahren der Künstler- gruppe de Stijl angehörten, wird der Unterscheid zwischen abstrakter und konkreter Kunst deutlich.
Dabei werden die verschiedenen Bildmittel betrachtet und der Aufsatz "Is it a flag or is it a painting?" von Max Imdahl hinzugezogen. Er verdeutlicht noch einmal die verschiedenen
Auffassungen von Kunst, die Mondrian zu seinem Neoplasti- zismus und van Doesburg zu dem von ihm propagierten Elementarismus führen.
Bei der Arte Povera, die sich ausschließlich auf die Verwendung natürlicher Materialien konzentrierte, ging es nicht nur um die gesteigerte Ästhetik eines Kunstwerks. Vor allem wollten diese Künstler
in den 60er Jahren eine gattungsübergreifende Kunst schaffen, die im Kontrast zur tradierten und konventionellen Museumskunst steht. Diese Ausarbeitung behandelt eine Vermittlungsstrategie zu Kunstwerken der Arte Povera, die im Rahmen des Seminars "Vermittlungsstrategien aktueller Kunst" im Neuen Museum Weserburg erarbeitet worden ist.
Eigentlich hat jeder schon einmal die lebensgroßen Figuren des amerikanischen Bild- hauers Duane Hanson im Museum gesehen. Sie wirken wie echte Menschen. Gerade deshalb stellt sich die Frage, ob die Skulpturen als Kunst
oder tatsächlich nur als Nach- ahmung der Wirklichkeit verstanden werden können. Dies und die einzigartige Wirkung wird an den zwei Skulpturen "housewife" (1970) und "Queenie II" (1988) von Hanson exemplarisch erörtert.
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